Ritter Torwin von Hollerow

Torwin, geboren als Bastard eines bornischen Ritters und einer "Hexe", wurde vom Vater nur widerwillig anerkannt. Dennoch eröffnete ihm dies den Weg des Ritters -die Knappenzeit verlief für ihn ohne größere Vorkommnisse unter Verhältnissen, die selbst im Bornland geradezu als Verbannung beschrieben würden.

Gemeinsam mit seinem Schwertvater kämpfte er auf Seiten des Grafen Uriel von Notmark. Während der bornischen Auseinandersetzungen wurde er von diesem auch zum Ritter geschlagen. Nach dem Sieg der Geflügelten, floh er wie viele andere nach Süden, um sich dort Uriels "Verbündeten" anzuschließen.

Zufällig fand der junge Ritter auf diesem Weg ein hervorragendes Schwert in der Ödnis - oder besser, dieses Schwert fand ihn. Je länger er diese Klinge trug und nutzte, desto mehr veränderte er sich - zwar sind diese Veränderungen nicht ganz so dramatisch, wie durch die Klinge Seulaslintan,doch gehen sie in die gleiche Richtung. 

Torwin von Hollerow kämpfte von Anfang an auf Seiten des Bethaniers - und nach dessen Entrückung auf Seiten Galottas. Nach der Vernichtung Wehrheims, verließ er allerdings den ehemaligen Hofmagus und folgte einer Traumvision. Auf diese Weise begegnete er Ardor, der ihm half einen Minderpakt mit Xarfei zu lösen und seine wahre Bestimmung zu finden. Seitdem gilt er als einer der erfolgreichesten Seelensammler und Attentäter im Gefolge Ardors.

Torwin ist mit seinen rund 185 Halbfingern und dem ritterlich gestählten Körper durchaus eine beeindruckende Erscheinung. Man würde ihn wohl auf Anfang bis Mitte 20 schätzen auch wenn sein wahres Alter deutlich darüber liegen muss.

Haar und Teint sind dunkel und lassen norbadisches Blut erahnen, ebenso wie die Augen, die von einem nahezu schwarzen Braun sind. Die Züge des jungen Mannes wirken angenehm, allerdings nicht in herausragendem Maße attraktiv. Auffällig ist jedoch die tiefe Sehnsucht, die ihm meist in den Augen steht - ohnehin umgibt ihn eine Aura aus Dunkelheit und Traurigkeit, die auf den Betrachter aber eher auf ganz besondere Weise anziehend wirkt, denn abstoßend- eben die Weise, die Edeelfräulein tuscheln und träumen lässt.

Torwin mag zunächst etwas mundfaul wirken, doch wenn er redet, offenbart er eine überaus angenehme nicht allzu dunkle Stimme.

Gekleidet ist der junge Ritter meist in schlichtes Leder in dunklen Farben - schwarz oder dunkelbraun, in der Regel trägt er dazu ausgetretene Stiefel und einen Fuhrmannsmantel. Als Waffen führt er ein schlicht aber herausragend gearbeitetes Langschwert mit sich, einen Bock und ein Kurzschwert, außerdem ein schlichtes Arbeitsmesser.


Ardor Glitterdiek von Rothendamm


Aussehen und Werdegang


Magister extraordinarius Ardor Glitterdiek von Rothendamm ist ein recht kräftiger Mann von mit rund 9 Spannen mittlerer Größe. Gekleidet ist er in der Regel in schlichte Magierroben und Mäntel in verwaschenen Grautönen – je nach Jahreszeit aus Leinen oder Wolle. Der Zierrat an seiner Kleidung ist dabei auf ein absolutes Minimum reduziert – gerade genug, um ihn gemäß des Codex Albyricus auszuzeichnen. In der Regel führt er einen knapp mannshohen, geraden und schmucklosen Stab aus blankem Bosparanienholz mit sich.

Das Alter des überaus charismatischen, eine unerschütterliche Ruhe und Zuversicht ausstrahlenden Magus ist schwer zu schätzen – die Bewegungen und die dunkel-samtige, beruhigende Stimme würde man wohl einem Mann um die 30 zuschreiben; doch scheint der Mann in seinem Leben viel gesehen und erlitten zu haben, was sich tief in seine vormals wohl durchaus attraktiven Züge gegraben hat und diese vorzeitig altern ließ. Dazu ein intensiv graumelierter Vollbart, das beinahe schwarze Haupthaar von silbernen Fäden durchzogen und buschige dunkle Brauen – auf den ersten Blick würde man dieses Gesicht auf 45 bis 50 Götterläufe schätzen. Auffällig ist aber vor allem die Narbe an der Stelle, wo das rechte Auge sein sollte und im Gegensatz dazu, das strahlend wache Stahlgrau des linken Auges. Auch die linke Hand des Mannes ist verstümmelt – wohl von einem Schwerthieb wurden Ring- und kleiner Finger, samt Knochenansätzen von der Hand getrennt, woran eine blasse, wulstige Vernarbung erinnert. Die rechte Hand weist das Zeichen der Schule der Austreibung zu Perricum auf.

 

Ardor Glitterdiek gilt als DIE Koryphäe auf dem Gebiet der Behandlung geistiger Umnachtungen und Verzweiflung infolge traumatischer Erlebnisse in den schwarzen Landen. Dementsprechend hat er einen tadellosen und nicht nur in Fachkreisen bekannten Ruf und unterhält intensive Verbindung zu den Noioniten, besonders der Niederlassung in Perricum, sowie zu Praioskirche, Inquisition und Pfeilen des Lichts im Osten des Reiches – besonders in Warunk, Perricum und Rommilys. In letzter Zeit sollen auch zunehmend engere Kontakte zum Dreischwesternorden hinzugekommen sein. Neben seinem Ruf als überaus bescheiden lebender, herausragender Seelenheiler und extrem praiosgläubiger, fanatischer Feind dämonischen Wirkens, gilt Ardor auch als exzellenter Antimagier und fähiger Stockfechter, was er in diversen Feldeinsätzen mit Bannstrahl und Inquisition beweisen konnte, so auch bei der Rückeroberung Warunks im Gefolge des Schwertes der Schwerter. Auch wurde er angeblich von Boron mit seherischen Träumen gesegnet.

Mitglied der Noioniten oder der Pfeile des Lichts ist er aufgrund seines zweigeteilten Arbeitsgebietes nicht, jedoch arbeitet er mit beiden Orden sehr eng und vertrauensvoll zusammen.

 

Der Werdegang Ardors ist geradezu ein offenes Buch: als drittes Kind einer unbedeutenden, inzwischen untergegangenen, tobrischen Adelsfamilie begann er ein Studium der arkanen Künste an der Bannakademie zu Ysilia. Bei der Eroberung Ysilias durch die dunklen Horden war er Mitglied der Abschlussklasse und verteidigte mit seinen Kommilitonen und Lehrern die Akademiegebäude bei der Erstürmung der Stadt. In diesem Kampf wurde er von einem Schwerthieb schwer verletzt – hierbei verlor er sein Auge und beim verzweifelten Versuch den Hieb mit der Hand abzufangen auch die Finger. Zunächst sterbend und ohnmächtig liegengelassen, gelang es ihm später durch die Gnade der Götter aus der eroberten Stadt zu entkommen. Nach langer Pflege seiner seelischen und körperlichen Verletzungen, nahm er seine Studien an der Schule der Austreibung zu Perricum wieder auf und verbrachte nebenher jede freie Minute in der angrenzenden Noionitenniederlassung mit der Pflege anderer Kriegsopfer oder im intensiven Götterdienst an Praios. Nach den Abschlussprüfungen arbeitete er weiter aufopferungsvoll bei den Noioniten und erwarb sich über die Jahre einen Ruf als Seelenheiler, der auch zu den schwersten Fällen durchdringen konnte. Dank einer Empfehlung des Ordensoberen und Ardors Auftreten als beinahe fanatischer Praiosgläubiger und Dämonenfeind knüpfte er erste Kontakte zu der Praiosinquisition, deren Befragungsmethoden bei schwer verwirrten Gefangenen aus den schwarzen Landen immer wieder versagten. Nach diversen Gesinnungsprüfungen und Erfolgen bei der Aufspürung dämonenbündlerischer und namenloser Umtriebe entwickelte sich ein über die Jahre ein intensives Arbeitsbündnis, das nach der Rückeroberung Warunks noch enger geworden ist.

Derzeit, ca. 17 Jahre nach dem Fall Ysilias ist Ardor in der Regel entweder in Perricum anzutreffen, wo er im Noionitenkloster arbeitet und an der Akadmie einige Gastvorlesungen zur Seelenheilkunde hält oder aber in Warunk, wo er Inquisition und Praioskirche berät, seltener auch in Rommilys, wohin er gute Kontakte zu verschiedenen kirchlichen Persönlichkeiten, sowie zu den Pfeilen des Lichts unterhält.

Portäts im Laufe der Zeit


Studienbeginn in Perricum


Dienst im Namen Noionas


Im Auftrag der Inquisition


Magister extraordinarius


Was niemand weiß


Während der Schlacht um Ysilia versteckte sich der junge Ardor im Akademiekeller – hier empfing der verzweifelte Jüngling eine Vision des Namenlosen und verstrickte sich in den nächsten Tagen allein im Dunkel immer tiefer in Traumgesichte und stumme Zwiesprachen. Die körperlichen Verletzungen sind eigentlich Selbstverstümmelungen aus dieser Zeit. Nach seiner Flucht aus den Ruinen der Stadt beschäftigte er sich intensiv mit dem Wesen des Gottes ohne Namen und dem Wesen der Welt und kam immer mehr zu dem Schluss, dass allein der Gott ohne Namen das Machtpotential besitzt eine dauerhafte und stabile Ordnung zu schaffen – eine Ordnung, in der auch für Ardor ein wichtiger Platz sein könnte. Inzwischen hat der Magus längst auch seine Seele an Den-Ohne-Namen verschenkt und ist wohl als dessen wichtigster Diener in den Grenzlanden einzuschätzen. Seinen eigenen Glaubens-Werdegang in der Betreuung seiner Schutzbefohlenen nachvollziehend, hat er über die Jahre einer Unzahl Offiziere, Magier, Geweihter und Elitesoldaten, aber auch einfacher Zivilisten das Samenkörnchen des namenloses Zweifels eingepflanzt und durch ein immer komplexeres Netzwerk an Kontakten in der Folge weiter genährt. Heute ist er zentraler Punkt, an dem Informationen diverser Zirkel und einflussreicher Einzelpersonen aus dem ganzen Mittelreich zusammenlaufen – allerdings ahnt kaum jemand aus diesem Netzwerk, wer ganz oben in ihrer Pyramide steht. Zugleich hat Ardor durch tatkräftigen Kampf gegen die dämonischen Konkurrenten seines Herrn und das ein oder andere gut platzierte Bauernopfer unter seinen Gefolgsleuten das nahezu uneingeschränkte Vertrauen diverser kirchlicher Persönlichkeiten und Institutionen gewonnen. Ziel dieses Vorgehens ist ein in der Bevölkerung breit und sicher praktizierter Glaube und Götterdienst an dem Namenlosen als Bringer einer neuen, einheitlichen und stabilen Ordnung. Im Sinne der Magierphilosophen gilt Ardor der intensive Glaube möglichst vieler Menschen als größte Stärkung seines Herrn und der aus Verzweiflung, Angst und Hass erwachsene Wunsch nach gerechter Sicherheit und Stabilität, sowie dessen Befriedigung, als Königsweg zu diesem Glauben.

 


Eigene Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!